Herbstanemonen

Der Sommer ist vergangen
die Nachtluft wird schon kalt
Nebelschwaden hangen
über dem herbstlichen Wald

Du feine Blume im Beet
erhellst den trüben Tag
obgleich der Herbstwind weht
dein Leuchten nicht enden mag

Obwohl die Sonnenstrahlen
dich kaum noch erwärmen
die Birken schon verkahlen
Kraniche über uns schwärmen

Deine violetten Blüten
auf Liebreiz sind gestimmt
anmutig sie sich wiegen
in des Herbstes kühlem Wind

Dank' dir du feine Blume
du Freude zu später Zeit
drum schenk' ich dir zum Ruhme
diese Zeilen als Geleit

Im Herbste meines Lebens
will ich mich auch erfreuen
wenn Stürme dann vergebens
in mir Finsternis streuen

Will anmutig vorwärts geh'n
mit leichtem Schritt ausschreiten
froh dem Tag entgegen seh'n
in sein Vertrauen gleiten

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