Herbstmorgen

Laubbäume sind entkleidet
die Gräser voller Tau.
Die Waldesstille verleitet
den Wandrer aufzuschau’n.


Fernab von allem Hasten
sein Herz empfängt die Ruh’.
Die Seele will gern rasten,
frohlockt der Stille zu.

Verflogen ist die Eile,
die Gestern trieb ihn an.
So harrt er eine Weile
den Blick nicht wenden kann.

Vergessen sind die Sorgen.
Wie Blätter lautlos fallen
vom Baum an diesem Morgen
entfliehen alle Qualen.

Ganz leicht er weiter schreitet
durchs feuchte Gräsermeer.
Ein Lächeln ihn begleitet
kein Leid bedrückt ihn mehr.

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