Ich lebe!

Geschenkte Stunden in grauer Zeit -
wer bestimmte den Tag
als mein Atmen begann?
Geborgenheit suchen,
wenn die Bomben fallen
bei Mutter, die Wärme geben kann?

Sehnsuchtsvoll in die Ferne blicken -
Erfüllungen sind weit.
Ungute Gedanken
wollen den rechten Weg
verlassen, erzürnend
bringen sie Gefühle zum wanken.

Wenn mir das Herz in Angst erstarrte
unter schlagender Hand.
Wer gebot mir einst Recht,
wenn Reue mich quälte
nach unrechten Taten;
war ich wirklich der Dunkelheit Knecht?

Unsicherheit füllt der Kindheit Raum.
Mit liebenden Worten
und helfenden Händen
Verzeihung gewährend
lässt Ungutes sich
ganz leicht zum ewig Guten wenden.

So schritt ich meinen Weg Jahr um Jahr.
Der Zeitgeist formte mich
inmitten einer Welt,
die beschwerlich mir schien,
weil Wollen und Mögen -
mein Kerker, in dem Liebe nicht zählt

Ob Weg oder Ziel, fern oder nah
ich frag nicht mehr danach,
wenn in Geborgenheit
mein Haupt ich niederleg'
nach des Tages Fülle,
erfasst mich große Dankbarkeit.

Ich lebe immer noch!

zurück